GALERIEPROJEKT GEISTLICHE

PERSÖNLICHKEITEN
DES DRITTEN
JAHRTAUSENDS
 

BRÜCKEN UND  WEGE

 

 

 


 

 

 

Sie haben die Webpräsentation der einzigartigen Sammlung der Fotos der Geistlichen – Persönlichkeiten  der tschechischen Kultur des  21. Jahrhunderts besucht. Die Sammlung entstand als Familienprojekt der Familie Škopek in Zusammenarbeit mit dem ausgezeichneten künstlerischen Fotografen – Porträtisten Jadran Šetlík.

Ihre gemeinsame Absicht ist es, der Öffentlichkeit tschechische Persönlichkeiten der römisch-katholischen Kirche vorzustellen, die nicht nur in der schwierigen Zeit der totalitären Repressionen ihre Ehre behalten haben, sondern auch heutzutage Pfeiler der moralischen Werte sind.

Alle haben sich an der Nachrevolutionserneuerung der katholischen Kirche beteiligt, viele von ihnen äußern sich bis heute natürlich auch zu den bürgerlichen Angelegenheiten und tragen so in nicht gerade kleinem Umfang zur Entwicklung des Dialogs der Kirche mit der bürgerlichen Gesellschaft bei. Sie sind freiwillige Gesandte auf den Brücken, über die der Kardinal Miloslav Vlk spricht

 

„DIE BRÜCKEN WERDEN IN DER REGEL SO GEBAUT, DASS MAN VON BEIDEN UFERN BEGINNT UND IN DER MITTE KOMMT ES ZUR VERBINDUNG.“

 

 

 


 

 

Worte der Besitzer der Sammlung:

Wenn wir uns an die Werte erinnern sollten, zu denen wir uns im Familienkreis bekennen, so ist es sicher eine bewundernde Beziehung zu Ausbildung, Kunst und zum Glauben. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann wir mit unserem netten Familienfreund Jadran versuchen würden, diese Werte mittels seiner Meisterkunst zu verkörpern. Es gebührt ihm unsere große Bewunderung des Werkes, welches das Licht der Welt dank ihm erblickt hat. Unser Dank gehört auch allen abgebildeten Persönlichkeiten dafür, dass sie unserer gemeinsamen Einladung in dieses Projekt gefolgt sind.
 

 

Jan und Ilona Škopek

 

Wort des Autors:

In der Jugend habe ich einige Jahre in Rom gelebt und ich habe unweit von Vatikan gewohnt. Ich bin in  Sankt Peter (Petersdom) gegangen und ich habe die Architektur bewundert, die auf mich schon damals völlig entzückend und imposant gewirkt hat. Dank meinem Vater, der zu dieser Zeit in Rom als Journalist gewirkt hat, hatte ich die Möglichkeit gehabt, mich auch mit dem Papst zu treffen und mich der Stärke und Würdigkeit dieser Stelle bewusst zu werden. Diese starken Erinnerungen und Gefühl der Achtung füllen mich und begleiten das ganze Leben lang. Darum habe ich auch mit Freude und Respekt das Angebot angenommen, die repräsentative  Galerie der Geistlichen – Persönlichkeiten des dritten Jahrtausends zu schaffen.

Jadran Šetlík

 

 

Zur Galerie:

Es sind kirchliche Persönlichkeiten, die den Rahmen der katholischen Kirche überragen. Mit ihrer persönlichen Tapferkeit, moralischen Integrität, Demut und mit wissenschaftlichem Fleiß zeigen sie die Richtung, gleichen Pfade aus und inspirieren. Sie leben unter uns und für uns.

 

 

 


 

 

 

PORTRÄT VON MILOSLAV VLK

J. Em. Miloslav Kardinal Vlk

Mit Hilfe des Dienstes dem Evangelium hat J.Em. Mons. PhDr. Miloslav Kardinal Vlk der europäischen Zivilisation geholfen, die lebensspendende Kraft der christlichen Wurzeln zu finden, unter denen er das wahrhaftige Verständnis  und Anerkennung der eigenen Fehler, Bitten um die Vergeben, Versöhnung und infolge dessen Erneuerung der Gemeinschaft der Menschen und der ganzen Völker verstanden hat. Er hat den Dialog, ein richtiges Verständnis der Freiheit und die Rückkehr zu den christlichen Werten als Basis betont, um die durch Ideologien verlorengegangene Spiritualität Europas zu finden.

Er hat sich um die konsequente Erneuerung des kirchlichen Schulwesens bemüht, mit Geduld hat er die Krise der Verhandlungen zwischen dem Staat und der Kirche in der Frage des Vermögensausgleichs ertragen. Sein Motto war  „Ut omnes unum sunt“ (Damit alle Eins sind).






 

   
PORTRÄT VON DOMINIK DUKA

J. Em. Dominik Kardinal Duka, OP.

Er verurteilt die Sünde, aber liebt den Sünder. Er richtet sich nach der christlichen Regel, die einen in Verlegenheit bringt, einen anderen empört und die nur wenige verstehen. Auf dem Weg zum Dialog, an der Stelle, wo die Bürger nur schwer vernünftige Möglichkeiten der Umsetzung suchen würden, kann Dominik Kardinal Duka in Wahrheit den Funken Hoffnung finden, der zu gemeinsamen Bemühungen im Suchen der Lösung in den diplomatisch komplizierten Situationen nicht nur auf der politischen Szene führen könnte.

Er bleibt seinem Motto treu „In Spiritu Veritatis“ (Im Geiste der Wahrheit), er ermutigt zum guten Werk im nationalen Maßstab, warnt vor den Risiken der unverantwortlichen Entscheidungen, die die zukünftigen Generationen beeinträchtigen, er warnt, egal ob er gehört wird oder nicht. Er achtet nicht auf die Gunst der Öffentlichkeit und der Medien und bleibt frei, ungeachtet des guten Rufes  im Suchen der Wahrheit so, wie er diese Wahrheit durch seine tiefe Lebenserfahrung sieht.



 
   
PORTRÄT VON IGNAZ ANTONÍN HRDINA

A. R. D. Prof. JUDr. Ignác Antonín Hrdina, DrSc., O. Praem.

Prof. Ignác Antonín Hrdina, der ehemalige europäische Fachmann für kanonisches Recht, Vorsitzender des Metropolitan-Kirchengerichtes des Prager Erzbistums und Hochschulpädagoge hat auf eine prinzipielle Weise zur Modernisierung der tschechischen Terminologie des kanonischen Rechtes beigetragen. Seine unschätzbare Arbeit bringt die Früchte bei der rechtlichen Kommunikation der Kirche mit dem Staat.

Der  Kodex des kanonischen Rechtes der römisch-katholischen Kirche hat, was dessen Präzision betrifft, ihresgleichen keine Analogie unter den rechtlichen Dokumenten anderer Kirchen und dank der wissenschaftlichen Arbeit Professor  Hrdinas gelangt der Fakt der völlig funktionierenden eigenständigen rechtlichen und inspirierenden Anordnung der katholischen Kirche in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.





 

   
PORTRÄT VON MICHAEL POJEZDNÝ

J. M. Mgr. Michael Josef Pojezdný, O.Praem.

An andere zu denken und nicht zu unterscheiden, ob jemand gläubig oder nicht gläubig ist, das Leben als Botschaft dem anderen Menschen gegenüber zu nehmen ist eine natürliche Äußerung von vier Grundpfeilern des Ordenslebens der Prämonstratenser: comunio - Gemeinschaft, contemplatio - Betrachten, actio - Tat, stabilitas - Stabilität.

Die alltägliche Entwicklung des Berufes des Abtes an der Spitze des Klosters in Strahov, Michal Josef Pojezdný ragt trotz der medialen Unauffälligkeit in der säkularen Gesellschaft gerade dank der Erweiterung und des Erlebens der Zusammenarbeit in der gegenseitigen Gemeinschaft hervor, dank der tiefen inneren Einsicht der Realität um uns herum, dank der abgewogenen Handlung, um den zukünftigen Generationen eine bessere Erbschaft zu übergeben, als die Prämonstratenser aus den Händen des kommunistischen Regimes bekommen haben und dank der Stärkung des Gefühls des heutzutage so unsicheren Menschen, dass die Stabilität der Persönlichkeit kein leerer Begriff inmitten der stürmischen menschlichen Geschichte ist. 

 

   
PORTRÄT VON VÁCLAV MALÝ

J. Exc. Mons. Mgr. Václav Malý

Mons. Václav Malý ist kein auffälliger, sondern ein geduldiger und rastloser Kirchenrepräsentant, ausgestattet mit den seltenen Gaben der Selbstreflexion, Empathie und der Fähigkeit das Unrecht zu entdecken und die Rechte und Freiheit der Menschen auf der ganzen Welt zu verteidigen.  Er ist nicht nur (vom Wesen her)  Priester, sondern auch  Bürger, dessen Worte und Taten ungewöhnlich fest und klar ausklingen.

Er hat viel im Bereich der Pastoration der Priester geleistet, die am meisten sichtbaren und medial verletzbaren Vermittler zwischen der Kirche und dem säkularen Lebensraum sind. Er setzt sich ständig um die Annäherung der Kirche an das staatliche Schulwesen ein, um die gerechte Anerkennung des Beitrags der Kirche zum Ausbildungsprozess in der Ethik, die mit der wissenschaftlichen Forschung in Harmonie steht. Mit seinem Motto „Demut und Wahrheit“ wurde er zu einer wichtigen moralischen Autorität der tschechischen Gesellschaft.



 

   
PORTRÄT VON JAN GRAUBNER

J. Exc. Mons. Jan Bosko Graubner

„Tun Sie das, was er Ihnen sagt“, dies sind Worte der Mutter Jesus, des Retters der Welt, die den Jüngern in dem Moment ausgesprochen wurden, als auf der Hochzeit in Kana in Galilea ein wirklich großes gesellschaftliches Problem identifiziert wurde. Mit anderen Worten hat Maria gesagt: Stehen Sie nicht hier und helfen Sie, machen Sie ihre Taten dort, wo der Verlust der Freude und Erniedrigung droht, aber nicht kopflos, sondern tun Sie das, wozu Sie Gott bewegt und verlassen Sie sich auf seine Worte  - „Tun Sie das, was er Ihnen sagt.“ Diesen Satz hat der römisch-katholische Bischoff Jan Bosko Graubner für sein Lebensprogramm gewählt. Er ist ein Mann der Tat, der dort mit  Besinnung  eingreift, wo der geistige „Wein der Freude“ ausgeht, dort, wo die Förderung des Staates in der Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse nicht ausreichend ist.

Er hat die Dreikönige-Sammlung initiiert, die die Menschen ohne Hinblick auf Religion verbindet. Er hat seine Hoffnung in Erneuerung der Gesellschaft wie auch sein Patron Don Bosko in junge Menschen eingelegt. Er hat eine Reihe von kirchlichen Schulen erneuert, die in unserem Land die  Insel darstellen, auf denen keine moralische Anarchie regiert, die die Qualität des Lebens schon am Anfang vernichtet. Mit seinem Dienst bildet Jan Graubner den Hintergrund, wo man in den festen Boden unter den Füßen glauben kann, auf dem die ganze Gesellschaft bauen kann.

   
PORTRÄT VON FRANTIŠEK RADKOVSKÝ

J. Exc. Mons. Ing. František Radkovský

Vom Mathematiker zum Bischof.  Ein renommierter Wissenschaftler wurde zum Priester ohne Ruhm und Ehre. Den Grund zur Lebenswahl von  Mons. František Radkovský finden wir in seinem persönlichen Motto: „Wir haben begonnen, in Liebe zu glauben“. Alles andere ist nur der Weg und Mittel, nicht das wahre Ziel, zur Erreichung der völligen Qualität des Lebens, sei es irdisches oder ewiges Leben.

Zur  Mathematik  hat ihn nicht die Berechenbarkeit, sondern Sehnsucht nach dem  Dienst gebracht. In seinem Amt war Bischof Radkovský  nah an einfachen Menschen und als Verkünder der Notwendigkeit der menschlichen Freiheit warnte er vor dem massenhaften Vergessen der Erfahrungen mit der Tyrannei  des kommunistischen Regimes, die das menschliche Gemüt abstumpfte.  





 

 

Das Wort zum Schluss:

Die Ausbildung, Demut und das Leben mit der Arbeit für andere sind respektvolle charakteristische Züge der Geistlichen -  Persönlichkeiten dieses Projektes. Sie öffnen die Tür der Gesellschaft zum gegenseitigen Verständnis. Die Worte von Miloslav Kardinal Vlk lauten „Eine offene Tür erweckt Vertrauen, der Mensch wird eingeladen und sich seiner angenommen.“ Wir danken Ihnen, dass Sie eingetreten sind und dass vielleicht auch Sie zum Bauen der Vertrauensbrücken beigetragen haben.